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Erntezeit in Malawi

Vor ein paar Wochen war es wieder soweit und die wochenlange Hungerzeit hat in Malawi endlich ein Ende genommen.

Für die Menschen in Malawi ist zwischen den Monaten September bis März die schwierigste Zeit im Jahr. Das sind die Monate, in denen nichts geerntet werden kann und die Vorräte an Lebensmittel von der letzten Ernte (März bis Mai) des Vorjahres) zu Ende gehen. Dann heißt es für viele Menschen wieder zurück zu stecken und es gibt nur mehr (wenn überhaupt) eine Mahlzeit am Tag. Die Lebensmittel werden in dieser Zeit wieder sehr rar im Land und die Preise am Markt gehen steigen rapide an. Viele Menschen können sich keine oder nur mehr eine sehr kleine Mahlzeit am Tag leisten.

Diese Zeit war auch für Christoph und mich schlimm mitzuerleben. Zu sehen, wie Leute und auch speziell unsere Schüler, nichts mehr zu Essen haben. Die Schüler waren im Unterricht oft sehr unkonzentriert und müde, was sich vor allem durch die fehlende Nahrung auswirkte. Im ganzen Land hörte man von Hunger, denn der so dringend benötigte Mais war ausgegangen. Und das, obwohl die Ernte im Frühjahr 2008 nach einer hoch subventionierten Kunstdüngeraktion der Regierung, eigentlich verhältnismäßig sehr gut ausgefallen war. Ohne Kunstdünger wächst leider in Malawi nicht sehr viel und wer sich auch noch den stark reduzierten Kunstdünger für die Felder nicht mehr leisten kann, dem wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Das Problem mit den stark überdüngden Feldern ist, dass dem Boden die natürlichen Nährstoffe geraubt werden und so von Jahr zu Jahr immer mehr Kunstdünger verwenden werden muss, um genug zum Essen ernten zu können. Und das kostet Geld, dass bei vielen nicht vorhanden ist. Hilfslieferungen kommen aus der ganzen Welt, doch die Verteilung der Güter ist durch die schlechte Infrastruktur noch immer ein Problem. Außerdem hilft das nur temporär, das Problem ansich wird dabei nicht gelöst.

Unser Maisfeld vor unserem Haus

Unser Maisfeld vor unserem Haus

Mais ist in Malawi das Nahrungsmittel Nummer Eins! Daraus wird zum Frühstück Porridge gemacht (Maisbrei mit Zucker) und am Abend “Nshima” (hart gekochter Maisbrei) mit Gemüse oder Fleisch bzw. Fisch gekocht. Das gibt es dann Tag aus Tag ein. Aber es schmeckt wirklich gut und man gewöhnt sich daran ;-)

Malawi ist ein typisches Agricculture-Land. D.h. die meißten Leute sind Landwirte. Jeder der irgendwo ein paar m² Land hat, pflanzt seinen eigenen Mais an. So sind auch Christoph und ich zu “Farmern” gewordern und haben im Dezember vor unserem Haus Mais und Erdnüssen angepflanzt. Unsere Freunde haben uns dabei geholfen. Wir haben einen Versuch gemacht, wobei wir einen Teil des Feldes ohne Kunstdünger angepflanzt haben und einen Teil mit. Das doch sehr eindeutige und erschreckende Resultat war, dass wir auf dem Fleck, wo wir keinen Kunstdünger angewendet haben, fast keinen Mais ernten konnten, weil die Pflanzen nicht richtig gereift sind.

Jetzt kann ich auch die Leute viel besser verstehen, die ihre Felder mit Kunstdünger überschütten. Sie haben keine andere Möglichkeit!

Die Erntezeit hat die Stimmung im Land wieder sehr verbessert. Es gibt nun wieder billigere Nahrungsmittel zu kaufen und die meißten Leute haben wieder zu essen. Außerdem ist der Tabakhandel (der Export Malawis lebt vom Tabakhandel) angelaufen und die Bauern verkaufen eifrieg ihren Tabak auf den großen Tabakauktionen. Den Tabakbauern geht es im Gegensatz zu den vielen kleinen anderen Bauern gut. Sie können neben dem Mais auch ein wenig Tabak anbauen und bekommen dafür Geld. Den Mais behalten sie sich großteils zum Essen für sich selbst.

Auch wir haben jetzt Mais vom eigene Feld und es gibt mehrmals Wöchentlich hausgemachtes Nshima und Porridge. Aber am besten schmecken und die eigenen Erdnüsse!

Ich bin froh, dass wir die Ernte gut überstanden haben, da uns beim Ernüsse graben eine schwarze Mamba untergekommen ist! ;-)

Grüße aus Malawi,
euer Thomas und Christoph

Maisernte mit Leo, Mark und Thomas

Maisernte mit Leo, Mark und Thomas

Erdnuss Ernte

Erdnuss Ernte

Leo und Thomas beim Ernten der Erdnüsse

Leo und Thomas beim Ernten der Erdnüsse

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