Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/716/site1613/web/mangomost/wp-settings.php on line 520

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/716/site1613/web/mangomost/wp-settings.php on line 535

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/716/site1613/web/mangomost/wp-settings.php on line 542

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/716/site1613/web/mangomost/wp-settings.php on line 578

Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in /home/.sites/716/site1613/web/mangomost/wp-settings.php on line 18
Computer Projekt in Malawi» Blogarchiv » Erste Woche in Malawi

Erste Woche in Malawi

erstewoche

Unsere erste Woche in Malawi ist viel zu schnell vergangen. Es war immer soviel los, dass
wir noch gar nicht realisieren konnten, was alles in dieser Woche passiert ist.
Die Salesianer, Schuler und Lehrer haben uns sehr herzlich im Projekt aufgenommen.
Besonders gut verstehen tun wir uns mit unserem Boss und Direktor der Schule, Br. Walter.
Er ist ein Inder und lebt jetzt bereits 3 Jahre in Malawi. Zuvor war er allerdings auch schon
ein paar Jahre in einem anderen Don Bosco Projekt in Namibia beschäftigt und kennt Afrika
schon recht gut. Er ist bei den Leuten hier recht beliebt und hat die Schule zu einer der besten
berufsbildenden Schulen im Land gemacht! Auch wir verstehen uns sehr gut mit ihm. Er hat,
genauso wie die meisten Anderen hier, sehr große Erwartungen in unser Computerprojekt.
Darum tut er auch sein Bestes, um uns so gut wie möglich in das Projekt und in die Kultur
einzuführen.
Hier ein ausführlicher Bericht, was in unserer ersten Woche in Malawi alles los war:
Gleich nach unserer Ankunft am Montag, zeigte uns Br, Walter die Schule und machte uns
mit unseren Kollegen und Schülern bekannt. Danach bezogen wir unsere Wohnung, in der wir
vorübergehend wohnen. Wie schon in einem vorangegangenen Bericht erwähnt, grenzt die
Wohnung an eine Volksschule (Primary School), weshalb wir auch immer ganz viele Kinder
rund ums uns herum haben. Diese Wohnung wird bis ca. Dezember unser neues Zuhause sein,
bevor wir in eine bessere Wohnung einziehen werden, wo wir dann unsere Zelte erst richtig
aufschlagen werden. Bis dahin haben wir aber auch kein Problem hier zu wohnen. Besonders
auf eine Terrasse, wo wir die neue Hängematte (Thomas: ,,Danke meine lieben Freunde!“)
aufhängen können, fehlt uns bis dahin noch.
Diese Woche war zuerst gezeichnet von dem Besuch von Hannes. Er arbeitet bei der NGO
Jugend Eine Welt, mit der wir diesen Auslandseinsatz hier absolvieren. Hannes war auf
Projektbesuch in Mozambique unterwegs. Da dieses Land auch an Malawi grenzt, hat er gleich
die Chance genutzt und ist für ein paar Tage zu uns ins Projekt gekommen um hier alle
Details abzuklären.

So kam es auch, dass wir bereits am 2. Tag (Dienstag) die Chance bekamen, mit Br. Walter an
die Grenze zu Mozambique zu fahren, um Hannes dort abzuholen. Für uns war das besonders
spannend, da wir 2 Stunden mit dem Auto durch Malawi fuhren und wir vom Autofenster aus
unsere Heimat für dieses Jahr erkundeten. Das Land ist sehr trocken, da es bis auf die
Regenzeit im November — Dezember, dass ganzes Jahr über nicht mehr viel regnet. Um
ehrlich zu sein, hatten wir uns die Landschaft etwas grüner und Fruchtbarer erwartet. Die
Leute leiden sehr unter der Trockenheit, da von den Feldern nicht so viel Getreide, meist
Mais, geerntet werden kann, wie für Nahrungsmittel eigentlich gebraucht wird. Weiter unten
könnt ihr euch ein Interview mit einem Einheimischen gemacht, der über diese
Schwierigkeiten spricht.
Hannes lies an der Grenze auch nicht lange auf sich warten und spazierte uns schon bald von
Mozambique aus ganz locker entgegen! Es war ein schönes Wiedersehen in Afrika und auch
Br. Walter freute sich, seinen alten Freund Hannes wieder zu sehen!
An diesem Tag kauften wir auch noch notwendige Haushaltsgeräte und Geschirr ein.

erstewoche2

Mittwochmorgen gingen wir gleich in die Schule. Wir hatten eine offizielle Besprechung mit
Hannes und Br. Walter vereinbart, um alle offenen Details abzuklären und in einem Vertrag
niederzuschreiben. Danach gingen wir in die Computerklassenraume und machten uns mit
Peter und Prescious bekannt. Diese beiden sind schon einige Jahre Computerlehrer an unserer
Schule und wir werden dieses Jahr gemeinsam als Team unser Computerprojekt umsetzen. ln
unserem Projekt spielen die Beiden eine große Rolle und so ist es wichtig, dass wir als Team
zusammen arbeiten. Umso mehr freute es uns, dass wir uns gleich auf Anhieb sehr gut
verstanden haben. Die Motivation für unser gemeinsames Vorhaben war ihnen ins Gesicht
geschrieben! Abwechselnd waren wir bei Beiden in den Klassen und machten uns einen
ersten Eindruck vom Computerunterricht in der Schule. Zweifelsohne machen Peter und
Prescious einen guten Job, hier am Don Bosco Youth Technical College, Jetzt geht es aber
drum, die Qualität und das Ausbildungslevel in der Schule um mindestens eine Stufe zu
erhöhen. Die Schüler sollen nach dieser Ausbildung gute Aussichten auf einen Job in einer
Leitungsposition in einer der großen Firmen, Banken oder in der Staatsverwaltung haben.
Und um dieses Level unterrichten zu können, müssen wir vor allem die Lehrer in diesem Jahr
gut schulen! Mit der Lehrerschulung werden wir die kommende Woche gleich beginnen.
Am Nachmittag mussten wir in unsere Wohnung gehen, weil uns unsere Schuler mit
irgendetwas überraschen wollten. Wir konnten uns schon denken, dass eine
Willkommensfeier oder dergleichen angesagt ist. Doch, dass es ein so großes Spektakel mit
verschiedenem Programm werden wird, haben wir uns nicht gedacht Br. Bartek, ein junger
Salesianer aus Polen, der auch gerade erst im Projekt angekommen ist und im Jugendzentrum
mitarbeiten wird, wurde mit uns gemeinsam willkommen geheißen. Die Schuler und einige
Lehrerkollegen kamen beim Haus vorbei, und kleideten uns mit typisch malawischen
Kleidern ein. Außerdem wurden wir wie es die lokale Tradition verlangt, auch noch mit
farbigen Punkten bemalt. Es war ziemlich lustig! Danach wurden wir mit einem Auto voll
Schleifen zum Veranstaltungsraum gefahren Y in Begleitung von Trommlern und
Tänzerinnen. Dort gab’s dann ein beeindruckendes Programm mit dem uns die Schuler und
Lehrer offiziell willkommen hießen.

Es war wirklich eine schone Feier und wir freuten uns sehr darüber.
Später spielten wir zum ersten Mal mit unserem Schulfußballteam Fußball und wir waren
überrascht, wie gut dieses Team zusammenspielt!
Donnerstags lud uns Br. Walter ein, gemeinsam mit Hannes an den Lake Malawi zu fahren,
Der See ist der 3. größte in Afrika und trennt Malawi von Mozambique und auch von
Tansania. Ein Geheimtipp für alle Taucher! Der See, wo man nicht bis zum
gegenüberliegenden Ufer blicken kann und der Sandstrand mit den Palmen erinnern uns mehr
an ein Meer. Wir besuchten die Salima•Berufsschule, mit einer Traumlage direkt am See und
arrangierten ein Ful5ballspiel zwischen unserer und dieser Schule Für kommenden Mittwoch.
Am Lake Malawi, auch Nyasa See genannt, gibt es sehr viele kleine Fischerdörfer. Dort leben
die Leute unter sehr einfachen Bedingungen. Es war sehr interessant für uns, auch diese Seite
des Landes kennen zu lernen. Viele unserer Schuler kommen von diesen Regionen!
Freitag in der Früh hatten wir unsere erste Teambesprechung mit Peter und Precious. Auch
Br. Bartec war dabei, da er auch einiges von EDV versteht und so gut es geht mithelfen wird.
Es war eine sehr gute erste Besprechung und alle sind top motiviert dieses Projekt zu
verwirklichen!
Das ist das Wichtigste!
Den Rest des Tages installierten wir noch einen Computer und klarten einige Fragen ab. Es
war der erste Tag ohne Spezialprogramm. So konnten wir uns unserer Arbeit widmen und
uns erstmals richtig in unsere Arbeitswelt einfühlen. Um halb vier gings dann wieder ab aufs
Fußballfeld zum Training.
Samstag morgen ging es wieder in die Schule. Wir arbeiteten mit Peter ein Dokument zum
Installieren aller PCs aus. Darin ist genau festgelegt, wie ein Schul—PC in Zukunft installiert
wird um Installationsfehler zu vermeiden. Außerdem soll damit eine standardisierte
Netzwerkumgebung geschaffen werden um damit die Wartung zu erleichtern.

erstewoche3

Sonntagmorgen gingen wir in die Kirche. Wir begleiteten Fr. Paul mit aufs ländliche Gebiet,
wo die Salesianer eine sogenannte “Outstation” betreuen. Mitten im Busch angekommen,
etwa 15 Minuten Fahrzeit aus der Hauptstadt, war da nicht vielmehr als eine Kirche! Ein paar
Frauen warteten schon. Rundherum gibt’s nur Felder, und vereinzelt Bauernhütten. Nach
einer dreiviertel Stunde war dann auch schon die Hälfte der Messbesucher da. Darm begann
die Chorprobe. Irgendwann später folgte dann die Messe. Kinder vom Ort hatten mit uns eine
riesige Freude.
Die Meisten hier sprechen rein Chichewai Wir versuchten unser Bestes uns mit den Leuten zu
unterhalten.
Es war mehr als ernüchternd, von ihren Lebensumständen zu erfahren. In Malawi gibt es zu
wenig Nahrungsmittel! Als Beispiel das Video von Fabiano. Seine Familie kann pro Jahr zehn
Säcke Mais ernten. Zum Essen brauchen sie aber 18 Sacke. Geschweige denn noch Kleidung,
sonstige Nahrungsmittel und das nötige Geld für die Schulgebühren. Nein - sie haben es nicht
einfacher!
Am Abend kochten wir uns das erste Essen hier selbst. Da unser Herd noch nicht
angeschlossen ist, machten wir vorm Haus ein Lagerfeuer und kochten einen guten Reis mit
einer scharfen Gemüsesoße. Erinnerungen an Ghana kamen auf und unser Lachen hat wohl
auch Br. Walter angelockt. Plötzlich stand er da und gesellte sich zu ums. Mit ihm klang das
Wochenende bei einem österreichischen Zwetschkenschnaps noch lustig aus.

Herzliche Grüße aus Zentralafrika

euer Thomas und Christoph

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.